Drei Buchrezensionen von deutschen Autoren

Im folgenden Artikel finden Sie drei kurze Rezensionen von deutschen Autoren, die es mit ihren Büchern auf die Spiegel-Bestseller-Liste geschafft haben und sich eine groβe Fangemeinde erarbeitet haben:

1) Honigtot (Hanni Münzer)

Dieser Roman hat nicht nur einen ungewöhnlichen Titel, sondern auch eine ungewöhnliche Geschichte, denn die Schriftstellerin hat sich dazu entschlossen, ihr Buch selbst zu veröffentlichen. Dies ist in der heutigen Zeit ein gewagter Schritt, der sich nur in den seltensten Fällen auszahlt, doch Münzer hat gezeigt, dass Ausnahmen die Regel bestätigen.

In ihrem Buch erzählt sie die Geschichte einer jungen Amerikanerin, Felicity, die ohne Mutter aufgewachsen ist. Als sie sich nach vielen Jahren entschlieβt ihre Mutter zu suchen, stöβt sie auf ein dunkles Geheimnis, welches sie mit den Gräueltaten aus der deutschen Geschichte konfrontiert.

Münzers Roman hat nicht nur eine packende und spannend geschriebene Geschichte, sondern auch eine ungewöhnliche Laufbahn hinter sich. Als das Buch 2013 erstmals im Internet erhältlich war, fand es kaum Publikum, doch als Teil einer Aktion wurde das Buch vermarktet und innerhalb kürzester Zeit mehrere Tausend Mal heruntergeladen.

Ein ungewöhnliches Buch – in mehr als nur einem Sinne!

2) Darm mit Charme – Alles über ein unterschätztes Organ (Giulia Enders)

Man muss an dieser Stelle nicht sagen, dass das Thema des Buches alles andere als gewöhnlich ist und vielleicht ist es genau deshalb, warum dieses Sachbuch seit Monaten auf der Spiegel-Bestsellerliste ganz oben steht.

Der Darm ist in der Tat ein Organ, welches überlebenswichtige Funktionen übernimmt, über welches aber nur selten, wenn überhaupt, gesprochen wird, da dieses Organ einige unerwünschte Nebenfunktionen hat und in der Gesellschaft mit diversen Tabus belastet ist.

Enders klärt in ihrem Buch auf und spricht hier Bereiche an, die einigen Lesern die Schamesröte ins Gesicht treiben – doch da es sich hier um ein nonverbales Kommunikationsmittel handelt, kann sich der Leser informieren und gleichzeitig anonym und versteckt bleiben, sollte er dies wünschen.

In ihrem Buch seziert und analysiert Enders dieses Organ präzise und schreckt nicht davor zurück, die Dinge beim Namen zu nennen. Ein lesenswertes Buch, welches aufklärt und informiert, sich allerdings eher weniger zu Diskussionen mit anderen eignet.

3) Zero – Sie wissen, was du tust (Marc Elsberg)

In der heutigen Welt spielt sich viel online oder digital ab und man muss sich nicht wundern, wenn man nach einem Einkauf ähnliche Produkte in den Werbebannern vorgestellt bekommt. Wer bei sozialen Netzwerken etwas postet muss sich bewusst sein, dass dies für viele andere Menschen sichtbar ist und dass man einen Teil von sich preisgibt, der vielleicht nicht für alle Ohren bzw. Augen bestimmt ist.

Elsbergs Buch ist nichts für schwache Nerven, denn hier wird das Thema behandelt, das allen Internet-Nutzern schlaflose Nächte bereitet: Wie sicher sind meine Daten und wer hat wirklich Zugriff darauf?

Die Protagonisten des Romans ist eine Londonerin, Cynthia Bonsant, welche als Journalistin arbeitet und als Teil eines Projektes eine Brille tragen soll, die ihr Einblicke in persönliche Daten ihrer Mitmenschen erlaubt, wenn sie diese mit ihrer Brille ansieht.

Einige andere seltsame Geschehnisse werfen die Frage auf, ob die Privatsphäre in unserer heutigen Zeit wirklich noch existiert…